System Center Data Protection Manager: Ein vollwertiges Backuptool?

Susan Roesner am 09. Februar 2012

In den letzten Monaten habe ich mehr als einmal gelesen/gehört…, dass der (SCDPM) für ein Rechenzentrumseinsatz nicht brauchbar ist.

Aus diesem Grund soll der Artikel einige Missverständnisse klären und zeigen, dass wir den SCDPM in einigen sehr großen Umgebungen bereits implementiert haben und zwar in Umgebungen, wo Backuptools von EMC und Symantec versagt haben.

Missverständnis

In Gesprächen oder Kritiken habe ich mehr als einmal gehört oder gelesen, dass SCDPM viele Dinge nicht kann, dass es kein vollwertiges Tool ist. Diesen Punkt werde ich immer wiedersprechen, denn man muss die Idee hinter SCDPM verstehen. Das Ziel der SCDPM Entwickler ist es ein Backup- und Wiederherstellungstool bereit zu stellen, was die notwendige Administratorinteratktion so gering wie möglich hält. Mit anderen Worten, das Ziel von DPM ist es die Bedienung so intuitiv wie möglich und dadurch auch einfach zu halten. Ein großer Pluspunkt von SCDPM ist die eingebaute “Intelligenz”. Das SCDPM Team arbeitet mit den anderen Applikationsteams von Microsoft zusammen. Möchte man also eine Umgebung sichern, muss man nicht wissen, welche Datenbanken zum gehören. SCDPM weiss woher er diese Information erhält und konfiguriert das Backup entsprechend – eine Vereinfachung der Bedienung. Darüber hinaus werden auch immer die aktuellen Versionen der Applikationen unterstützt, gerade weil das SCDPM Team mit den anderen Entwicklerteams (, SQL…) Hand in Hand arbeitet.

Viele Einstellungen können darüber hinaus mittels Powershell konfiguriert werden. Einstellungen, welche angeblich fehlen, können daher einfach per Skript umgesetzt werden. Dieser Punkt kann gar nicht oft genug betont werden. Viele Anforderungen, welche ich in Gesprächen gehört habe, konnten mittels Powershell umgesetzt werden.

Kein vollwertiges Tool für große Rechenzentren?

Bei einem Kunden haben wir SCDPM 2010 implementiert, um die dortige SharePoint Umgebung zu sichern. Ein anderer namhafter Hersteller von Backuptools hatte in einem Proof-of-Concept über ein Monat (!) lang versucht ein funktionierendes Backup zu erstellen. Auf Grund der Größe und Komplexität der SharePoint Umgebung hat dieser Hersteller kein konsistentes Backup fahren können. Nach über einem Monat hat der Kunde dieses POC gestoppt und uns angesprochen ein Proof-of-Concept mittels SCDPM 2010 durchzuführen. Mittlerweile wird die Test- und Produktivumgebung mit ca. 200 Servern (wie gesagt wir sprechen hier nur von mehreren SharePoint Farmen) und ca. 45 TB SharePoint Initialdaten (!) von mehreren SCDPM Servern in einer Kaskadierung gesichert. Natürlich gab es die ersten Wochen Probleme, aber nachdem diese gelöst waren, läuft die Umgebung jetzt stabil.

Natürlich gibt es Features über die wir reden oder weitere Kundenprojekte über die ich schreiben könnte. Ich denke jedoch mit den Punkten oben gezeigt zu haben, dass SCDPM mittels GUI und Powershell ein Tool ist, welches in großen und kleinen Umgebungen zu Hause ist.

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