SCVMM 2012 Teil 2: Fabric Management (Infrastrukturmanagement)

Susan Roesner am 20. Januar 2011

Microsoft System Center Virtual Machine ManagerWie letztes Jahr nach der TechEd Europe 2010 beschrieben wird es meiner Meinung nach im 2012 einige tiefgreifende Neuerungen/ Verbesserungen geben.

Vor allem im Bereich kann man erkennen, dass der System Center Virtual Machine Manager 2012 optimal für das Managen von großen, komplexen virtuellen Umgebungen geeignet ist und dieser einen ganzheitlichen Ansatz fährt.

Im folgenden Bild sieht man ein Überblick über die Neuerungen. Dieser Artikel wird auf den Bereich Fabric Management eingegangen.

SCVMM 2012 Überblick der Neuerungen

Aus meiner Sicht ist einer Schwäche des derzeitigen System Center Virtual Machine Manager, dass die zugrunde liegende Infrastruktur für eine virtuelle Umgebung zur Zeit ausserhalb verwaltet werden muss. Es gibt keinen ganzheitlichen Ansatz um die virtuelle Umgebung zu verwalten. Damit meine ich Punkte wie erstellen eines Clusters einschliesslich CSV Bereitstellung,  Installation und automatisches einbinden eines Hostes oder Netzwerkkonfiguration. Diese müssen bisher mittels Storage Konsole, Hyper-V Management Konsole etc. aufgebaut und können erst danach in den Virtual Machine Manager eingebunden werden. Damit muss ich zwischen mehreren Konsolen hin und her springen, was aus meiner Sicht einfach nur umständlich und zeitraubend ist.

Mit System Center Virtual Machine Manager 2012 werden u.a. die folgenden Neuerungen eingebaut:

Storage Automatisierung

  • Es werden die Arrays, Pools – einschließlich bereits nicht genutzter/genutzter Bereiche mit Logical Units, LUNS, MASK/UNMASK automatisch erkannt
  • Damit kann direkt von System Center Virtual Machine Manager 2012 ein neues CSV für ein Cluster konfiguriert und bereit gestellt werden

Verwaltung der Physikalischen Server

  • Mittels Out of Band remote Management und Bare Metal Provisioning sind jetzt Szenarien möglich, dass ein neuer Server ins Rechenzentrum geliefert und angeschlossen wird. Von diesem Moment an übernimmt System Center Virtual Machine Manager 2012 mittels PXE boot und WinPE image und unattended.xml die Betankung des Servers mit Betriebssystem, Domain join, Aktivierung der Hyper-V Rolle und einbinden des neuen Hosts.
  • Als nächstes ist mittels der Storage Automation die Clustervalidation/Clusterbildung direkt im System Center Virtual Machine Manager 2012 möglich. Die Benutzung des Failover Managers ist so nicht mehr nötig.

Network Management

  • Die Verwaltung der IP und MAC Adressen ist nun innerhalb von System Center Virtual Machine Manager 2012 möglich. Wer kennt es nicht, die berühmte Excel-Tabelle mit den IP Konfiguration der Server/Ports/vLANs… Dies kann nun in den System Center Virtual Machine Manager 2012 verlegt werden. Aus meiner Sicht eine kleine, aber feine Vereinfachung für einen Administrator.
  • Die IP/MAC Adressen können also so direkt von System Center Virtual Machine Manager 2012 aus vergeben werden – entweder dynamisch oder bei „VIP“ Systemen statisch.
  • Es können logische Netzwerke gebildet werden um komplexe virtuelle Umgebungen aufbauen zu können. Vor allem wenn man im Bereich private Cloud Computing unterwegs ist, kann dies hilfreich sein.

Es gibt noch eine Vielzahl an weiteren Neuerungen bzw. Erweiterungen u.a.

  • Unterstützung von XenServer 4.6 neben den bereits bekannten Hypver-V und ESX,
  • Erweiterung des Enhanced Placement für eine granularere Bestimmung und
  • Cluster Patching – ohne dass es zu einer Downtime kommt.

Natürlich kann man sich bei einigen Punkten streiten, ob diese in den System Center Virtual Machine Manager 2012 gehören, oder nicht. So ist der zuletzt genannte Punkt „Cluster Patching“ sicherlich redundant, da mittels des System Center Configuration Managers diese Aufgabe ebenfalls durchgeführt werden kann. Auf der anderen Seite wurde das Wissen, welches für das Patchen von Clustern notwendig ist, mit in den System Center Virtual Machine Manager 2012 eingeführt. Dadruch wird natürlich die Arbeit des Administrators erneut erleichtert.

Auf alle Fälle bin ich schon sehr gespannt auf die Veröffentlichung des neuen System Center Virtual Machine Manager 2012 und auf die Meinungen aus der Community.

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